Der Anachronist (AT)

in Postproduktion, Dokumentarfilm von Christian Knorr, 82 Minuten, 2018

Synopsis

Hier ist die Geschichte eines Mannes, der immer wusste, dass weniger mehr ist und dass am Ende die Frage kommt: Entscheide ich mich für das Geld oder den Menschen? «Der Anachronist» ist ein Dokumentarfilm über den Kunstmaler Werner Schwarz, der von 1918 – 1994 in Schliern bei Köniz gelebt hat. Für einen Menschen aus zutiefst schweizerischen, bäuerlichen Verhältnissen war er ein Horizontenerweiterer und Abenteurer. Er war ein weitgereister Mann, der mit einfachsten Mitteln und wenig Geld die Menschen dieser Welt besuchte. Grönland, Indien, Afrika, Asien. Er wollte erleben, wollte mit eigenen Augen sehen, aus welchem Stoff unser Planet und die Menschen sind. Überdies machte er sich mit intensiven Beobachtungen in der Natur zum Hobbyforscher, malte geometrische Werke und arbeitete an in der Kunstwelt bis jetzt einzigartigen Glasbildern. Währenddessen wuchs die Moderne in seiner Heimat. Wie Pilze schossen Hochhäuser aus dem fruchtbaren Boden vor seiner Tür. Aus dem einstigen kleinen Bauerndorf wurde ein modernes Wohndorf. Kritisch nahm er solche Umwälzungen war. In seiner Heimat und in der Welt. – Bis zu seinem Tod arbeitete er in seinem Atelier, das heute noch, inmitten von Asphalt und Beton, wie eine Insel der Ruhe, auf Besuch wartet.
«Entscheide ich mich für das Geld oder den Menschen?» Wie Werner Schwarz entschieden hat, ist klar. Wie entscheiden die Zuschauer des Films? Zeitzeugen die damals Schwarz in seinem Atelier aufsuchten, sehen in ihm noch heute eine mögliche Lebensart. Ein unschuldiges und zur absoluten Hingabe gelebtes Leben. Die Besucher sind fasziniert ob solch mutiger Lebensbejahung. Ein Aussenseiter wird zum potenziellen Vorbild.